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  Die unheimlichen Fälle des FBI™
Alle möglichen Artikel, Berichte, Lexikoneinträge und geschichtliche Vorkommen versuche ich hier aufzusammeln.

Der folgende Artikel stammt aus der Münchner Tageszeitung vom 18.1.1999

Protest gegen Honig - Panscher.


In Peru ist er nur als der "Bienenmann" bekannt. 30 000 Bienen umschwirren Arturo Huaman, setzen sich auf Bauch, Gesicht und Schultern. In dicken Trauben hängen sie an den Händen. Arturo hat sich seine Bienen am Zoo von Lima auf den Körper gesetzt, um für den Verzehr von Natürlichen Honig zu werben. Damit will er gegen den gepanschten Honig protestieren, von dem immer mehr in den Läden von Peru verkauft wird.

Man könnte hier Paralellen zu einer Akte-X Folge ziehen. Dabei spielen Bienen auf großen Maisfeldern in Mexico eine Rolle. Diese Bienen sind Teil eines Experiments zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die schwarze (außerirdische) Flüssigkeit, dem Virus. Diese Bienen töten menschliche Lebewesen.


Das Attentat auf John Fitzgerald Kennedy

Im Herbst 1963 begann Kennedy seinen Wahlkampf für die nächsten Präsidentschaftswahlen mit einer Reise durch das ganze Land. Am 22. November wurde er bei einem Besuch in Dallas (Texas) von tödlichen Schüssen im Kopf und am Genick getroffen. Lee Harvey Oswald, der als mutmaßlicher Schütze wenige Stunden nach dem Attentat verhaftet wurde, wurde zwei Tage später während seiner Verlegung vom Stadt- ins Bezirksgefängnis von Jack Ruby, einem Nachtklubbesitzer aus Dallas, erschossen. Eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Richter Earl Warren kam im September 1964 zu dem Schluss, dass Oswald die Tat alleine begangen hat.Ein Sonderausschuss des Kongresses kam allerdings 1979 zu dem Ergebnis, dass die Schüsse auf Kennedy mit hoher Wahrscheinlichkeit von mindestens zwei Attentätern und aus verschiedenen Richtungen abgegeben wurden; diese These deckt sich auch mit den meisten Augenzeugenberichten. Der Ausschuss hielt eine Verschwörung für wahrscheinlich; als mögliche Mittäter wurden die CIA, das FBI, die Mafia, Fidel Castro sowie Exilkubaner gehandelt.

"Kennedy, John Fitzgerald", Microsoft(R) Encarta(R) 99 Enzyklopädie. (c) 1993-1998 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Blumen und ein bißchen Nervengift
Welche neuen Fragen in Holland die späte Wahrheit über den Absturz der El-Al-Maschine von 1992 aufwirft

Von Siggi Weidemann Den Haag, im Februar - Alles schien klar zu sein: Noch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß, wie die acht zuvor, die das Geheimnis des El-Al-Fluges LY 1862 nicht lüften konnten. Aber nun ist das Schauspiel im ehemaligen Ballsaal der Königin in Den Haag voller Dramatik: Zeugen schildern eine Welt von Lug und Trug, von Ignoranz und Schlamperei, Macht und Hilflosigkeit. "Gefährliche Fracht verschwiegen", "Schweigen über El-Al-Dienstbefehl", "Niederlande wollen Israels bester Freund sein", "Freundschaft für Israel macht Niederlande unbesonnen", titeln die Zeitungen. Es geht um jenen israelischen Frachtjumbo 747-200, der sich am 4. Oktober 1992 in zwei Wohnblöcke in Amsterdam-Bijlmermeer gebohrt hatte. Im Feuermeer des Absturzes starben 93 Menschen, 233 Wohnungen wurden zerstört. Eine Gedenkstätte erinnert an die Opfer, damit schien der Fall für den Staat abgeschlossen zu sein. Doch vieles blieb mysteriös. Mehrmals verlangte das Parlament eine Untersuchung, die Regierung lehnte ab. "Das Parlament hat uns den Auftrag erteilt, die Wahrheit herauszufinden", sagt Rob Oudkerk, Vizevorsitzender der jetzigen Kommission. "Welche Wahrheit sich auch hinter der Katastrophe verbirgt", sagte Oudkerk, "für jene Menschen, deren Leben sich an jenem Sonntag abend mit einem Knall veränderte, wird eine Besserung kaum möglich sein." Es geht um fehlende Frachtpapiere, rätselhafte Krankheiten, den verschwundenen Sprachaufzeichner des Jumbos. In der zweiten Ausschußwoche war Ungeheuerliches zu hören: El-Al-Mechaniker wurden von Vorgesetzten gezwungen, Montagelisten abzuzeichnen, obwohl sie "die Kisten" für nicht sicher befanden. Der Techniker Carel Gaalman gab zu, daß er zwei- oder dreimal Montagelisten abzeichnete, auch wenn die Flugzeuge verkehrsuntauglich waren. 25 Seiten umfaßt die Mängelliste, die der Untersuchungskommission vorliegt: Risse in Triebwerken und Flügeln, Ölverlust, Metallsplitter auf dem Rumpf der Boeing 4X-AXG. Dokumente beweisen: El Al ließ Maschinen mit technischen Fehlern bis zu drei Wochen weiterfliegen. Es kam heraus, Topbeamte der Luftverkehrssicherheit wußten eine halbe Stunde nach dem Absturz, daß der Jumbo gefährliche Güter an Bord hatte. In der Pressekonferenz drei Tage nach der Katastrophe hatte Verkehrsministerin Hanja Maij-Weggen - pietätvoll im schwarzen Kostüm - das Märchen aufgetischt, die Maschine habe nur "Blumen und Parfüm" geladen. Neben ihr war Jan Willem Weck gesessen, Chef des Reichsluftfahrtdienstes (RLD). Er hatte genickt - obwohl er wußte, daß Raketenteile, Munition und Chemikalien an Bord waren. Zeuge Thom Croon, damals Chef der Flugleitung von Schiphol, hat nun ausgesagt: "Uns hatten der RLD, der Geheimdienst und das Innenministerium eingeimpft, keine Mitteilungen über El-Al- Flüge zu machen. Für uns war das ein Dienstbefehl." Ministerpräsident Wim Kok sagte dazu: "Als ich das hörte, bin ich vom Stuhl gefallen. Damit wird das Fundament des Staates weggeschlagen."

Eine neue Sorge

Waren nur sieben Topbeamte informiert, haben sich Politiker taub gestellt, oder wollten sie nichts über die brisante Ladung wissen? Etwa jene 240 Kilogramm der Chemikalie DMMP, die zur Herstellung des tödlichen Nervengases Sarin dient? Rund 20 Tonnen von 115 Tonnen Ladung sind nicht dokumentiert. Warum haben der damalige Regierungschef Lubbers, die Verkehrsministerin, der Außenminister Hans van den Broek - heute EU-Kommissar - ihren Beamten bedingungslos geglaubt? Mit Spannung wird Lubbers Auftritt erwartet, der sich zu Geheimabsprachen zwischen Den Haag und Tel Aviv äußern muß. Daß El Al seit den sechziger Jahren militärische Frachtflüge über den Zivilflughafen Schiphol abwickelt, kam offiziell erst Ende 1997 heraus. Mit einem Anteil von zehn Prozent ist El Al Schiphols wichtigster Kunde und Drehscheibe zwischen Amerika und Israel. In Israel ist man besorgt, daß nun die Freundschaft leiden könnte. Und der niederländische Rabbiner Awraham Soetendorp sagte dem NRC Handelsblatt: "Schiphol ist für das Überleben des Staates Israel lebensnotwendig." Er meinte gar, Militärtransporte aus den USA via Amsterdam nach Israel hätten den Sechs-Tage-Krieg 1967 und den Yom-Kippur-Krieg 1973 entschieden. Warum hat Israel diese Vorzugsbehandlung erhalten, wird nun gefragt. Die Antwort hat mit der Vergangenheit zu tun: In der Nazi-Zeit wurden aus den Niederlanden rund 75 Prozent der in Holland lebenden Juden in die Vernichtungslager transportiert - mehr als aus jedem anderen von den Deutschen besetzten westeuropäischen Land. Die Erkenntnisse der Kommission sind späte Genugtuung für jene, die ahnten, daß mit Flug LY 1862 etwas nicht stimmt und die nie ernst genommen worden waren. Etwa der Arzt Nizaar Makdoembaks, der 120 Patienten mit unerklärlichen Krankheiten behandelt hat und öffentlich diffamiert wurde, weil er keine Ruhe gab. Vor zwei Jahren sagte er der SZ: Patienten litten unter traumatischen Erfahrungen, Fehlgeburten häuften sich, Embryos wiesen Mißbildungen auf. Rund 850 Menschen leiden offenbar seit dem Absturz an rätselhaften Symptomen. Einige Opfer erhielten Entschädigungen bis zu 25 000 Dollar. Das Gesundheitsministerium hat nun versprochen, alle Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Absturz zu untersuchen. Amsterdams Feuerwehr hat Angestellte, die am Unfallort waren, aufgerufen, sich untersuchen zu lassen - auch psychisch. Viel juristische Taktiererei ist im Spiel und noch mehr politisches Kalkül: Die Ausschußsitzungen sind live im Fernsehen, der Absturz polarisiert das Land. Am Montag rutschte ein El-Al-Frachtjumbo 747-200 in Schiphol von der Landebahn. Es war derselbe Typ, der 1992 abgestürzt war. Schiphol gab diesmal "kleinen Alarm".

Süddeutsche Zeitung

Das ist ein perfektes Beispiel für staatliche Verschwörung.

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